Deutschland liegt am Montag auf der Vorderseite eines Trogs über dem Atlantik, sodass durch eine südwestliche Anströmung feuchte und milde Luft aus der Biskaya advehiert wird. Dabei gelangen wir zunehmend unter den zyklonalen Einfluss von Tief Jasmin.
Während am Boden vor allem im südwesten Deutschlands die 20°-Marke am Mittag nochmal überschritten werden dürfte, sinkt die Temperatur im 500hPa Niveau vor der Kaltfront bereits auf unter -20°C. Es kommt zunehmend zu einer Labilisierung.
Am Montag vormittag erreicht dann bereits eine der Kaltfront vorgelagerte Troglinie den Westen des Landes und sorgt für ein erstes Hebungsgebiet, welches trotz der ungünstigen Tageszeit für NRW und Westhessen wahrscheinlich noch die größten Chancen auf Gewitter bereit hält.
Zum Nachmittag hin verlagert sich die Kaltfront, die den Trog inzwischen überlaufen hat, dann weiter Richtung Süden.
In einer Linie südlich des Mains sehe ich dann auch die größten Chancen auf kräftigere Gewitter.
Die Atmosphäre ist hochreichend labil geschichtet - große Labilität;
dazu herrscht eine ordentliche Geschwindigkeitsscherung mit der Höhe;
der Taupunkt ist mit über 10°C ziemlich hoch(hohe Feuchte) - niedrige Wolkenuntergrenze (bei ca. 1000m)
(hier am Beispiel Stuttgart)
profi.wetteronline.de/cgi-bin/geturl/dat...2bf6fd629fff00aa6c3d
und es kommt durch positive Vorticityadvektion zu schwacher Divergenz in der Höhe und folglich zu Konvergenz am Boden - Hebung
In der Nacht kann es dann besonders im Stau von Jura und Schwarzwald weiterhin zu starken und fast stationären Gewittern kommen, die lokal zu großen Niederschlagsmengen führen.
Das Schweizer Mittelland wird dann erst in den frühen Morgenstunden erreicht und dürfte von Gewittern verschont bleiben

. Zu mehr als starken Schauern sollte es dort nicht reichen.
Fazit: Am Vormittag und Mittag bestehen für den Westen die größten Chancen auf eher schwächere Gewitter, am Nachmittag kräftigere Gewitter südlich des Mains und in der Nacht dann vor allem in Staulagen von Schwarzwald und Jura große Niederschlagsmengen durch stationäre Schauer und Gewitter.
Soweit meine Einschätzung zur morgigen Gewitterlage im Westen Deutschlands und in der Schweiz. Anregungen und Kritik sind erwünscht
PS Karten verfallen