Nur steht der Sonntag selbst am Freitag in den Sternen....
Hier Auszug aus der DWD-Synoptik
Sonntag ...
Der westeuropäische Trog weitet sich etwas nach Osten aus und
der Druck über ganz Europa fällt weiter. Es entsteht eine
meridional ausgerichtete Tiefdruckrinne, auf deren Ostflanke
ein markanter Warmluftvorstoß über Deutschland hinweg nach
Norden stattfindet. Unstrittig ist dabei, dass die feuchtwarme
Luft sich in ganz Deutschland durchsetzen wird. Was den
weiteren Verlauf angeht, ist die Einschätzung allerdings
schwierig, weil die Modelle im Detail unterschiedliche
Szenarien bereit halten. Nach dem Konzept von GME, dem sich im
Wesentlichen auch LM und das englische Modell anschließen, wird
im Laufe des Sonntags eine recht markante Tiefdruckrinne
modelliert, die sich zunächst über den Westen Deutschlands
hinweg nach Norden ausweitet und sich dann langsam nach Osten
verlagert. Dies würde eine ausgeprägte frontogenetische
Situation mit teils heftigen Gewittern auf der warmen Seite und
ggf. Aufgleitregen auf der kalten Seite bedeuten. Der Westen
würde danach im Laufe des Tages bereits auf die Rückseite der
Front und somit in kühlere Luft gelangen. GFS, ECM und
näherungsweise auch das französische Modell bringen ebenfalls
eine Ausweitung des Tiefs von Frankreich her nach Deutschland.
Sie lassen aber über Frankreich ein kräftiges Tief entstehen,
das dann über die Benelux-Länder hinweg zur Nordsee zieht. Das
würde bedeuten, dass sich die Gewittertätigkeit wesentlich
weiter westlich konzentriert und erst in der Nacht zum Montag
auf den Nordosten Deutschlands übergreift. Im Süden
Deutschlands würde danach kaum signifikantes Wetter auftreten.
Eine Festlegung auf eine der Varianten ist nicht möglich. Es
bietet sich der Rückgriff auf das EPS an. Danach ist am Sonntag
und Montag allgemein der Wettercharakter durch konvektive
Niederschläge in Form von Gewittern geprägt, wobei weder eine
Festlegung auf Regionen noch eine Aussage dahingehend möglich
ist, inwieweit die zu erwartenden Gewitter Unwettercharakter
haben werden.