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Peak Oil, Peak Gas, Pak Uran.... 11 Nov 2007 18:07 #146516

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Hallo

Wenn Ihr Euch als "Modern", "Trendy" und "Ultaravangardistisch" outen wollt, wenn Ihr auf Parties sattes erstaunen ernten wollt, wenn Ihr dem nächsten grossen Hype (Waldsterben, Ozon, 911/Terrorismus, Klimawandel) erfahren wollt, dann hier die Antwort:

Der Ressourcenhype steht kurz vor dem Ausbruch. Wir stehen kurz vor einer Hysterie, die die bisherige alt aussehen lässt.

Wieso: Wir näheren (oder sind schon drin) uns der Peak-Oil Production d.h. dem Moment, wo wir planetar am meisten Oel fördern können.

http://www.tages-anzeiger.ch/dyn/wissen/umwelt/811280.html

Es stand am Freitag im Tagi, ich hab einen Vortrag darüber gehört und siehe auch den Film "The Oil Crash".

Hier eine Grafik dazu:



Beim Uran haben wir es anscheinend schon hinter uns:

Grafik S. 12

http://www.energywatchgroup.org/fileadmin/global/pdf/EWG_Uraniumreport_12-2006.pdf

Und Kohle:

Grafik S. 12

http://www.energywatchgroup.org/fileadmin/global/pdf/EWG-Coalreport_10_07_2007.pdf

Da scheints genug zu haben.

Zum Gas habe ich noch nichts gefunden. Aber ähnlich limitiert wie Erdöl (+ 20 Jahre)

Und bis 2030 wird der Energieverbrauch nochmals um 30 % zunehmen.
Und: Die Erdbevölkerung wächst weiter und weiter. Das was der Club of Rome uns vor 30 Jahren voraussagte, wird nun langsam bittere Realtität.

Fazit: Es gibt einen irgendwann einen Engpass, der nicht mehr durch Produktionserweiterung aufgefangen werden kann.

Blöd nur, dass keiner weiss, wann die Engpässe genau eintreten werden.

Hier die aktuelle Reichweite der verschiedenen Energieträger:

http://www.strom-online.ch/18energiereserven/18schaubild.html

Warum ist das Thema der Schocker ? Weil die Aussichten absolut trübe sind. Weil die Energiemeng pro Mensch, die in 30-70 Jahren um ein vielfaches tiefer sein wird als heute.

Was uns nicht in die Steinzeit zurückbriingen wird, aber eine enorme Veränderung in allen Belangen bringen wird. Wohl aber auch eine Vollbeschätigung von allen Bürgern bis ins hohe Alter. Denn in Zukunft wird man die sauteure Energie produzieren müssen und die Transformation zu einer "Energieeffizienten Gesellschaft" (die so oder so kommen muss, wenn wir nicht irgendwann im Dunkeln hocken wollen) wird extrem arbeitsaufwändig werden. Denn in 20-40 Jahren müssen wir alles so umkrempeln, dass wir mit einem Bruchteil der Energie (rund 30 % von heute) mit dem bestmöglichen Komfort leben können.

Denn im Gegensatz zum Klimaproblem wird es alle planetar genau gleich treffen.

Ein Klima wie in Genua ist in Zürich kein Problem, es kostet, es braucht eine Umstellung, aber es ist machbar. Gigantische Gebiete in Kanada und Russland werden klimatisch besser werden. Gott sei Dank sind die grossen Landmassen im Norden und bisher noch wenig besiedelt. Vielleicht sollte man in Kanada Wald, Wasser und Land kaufen ?

Aber, wenn die Energie knapp wird, dann kann keiner dem entrinnen. Denn mit der Energie ist es wie mit dem Salz: Wir brauchen es zum leben. Und wir müssen es zunehmdend produzieren und nicht mehr bloss fördern.

Eine Aufforderung an Euch: Arbeitet Euch in das Thema ein, denn es hyperinteressant. Wann, wie und wie sehr es uns treffen wir, kann ich nicht sagen.

Nur soviel: Die Politiker haben noch nicht kapiert, wo die Probleme wirklich liegen. Leider. Die hecheln den Problemen grundätzlich hinterher.

Gruss Andreas

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Peak Oil, Peak Gas, Pak Uran.... 11 Nov 2007 19:35 #146520

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Danke Andreas!

Da wird wirklich keiner von uns drum rum kommen. Außer man schaut sich vorher die Radieschen von unten an.

Etwas ähnliches gab es in der Geschichte schonmal. Vor vielen hundert Jahren waren die Osterinseln noch von den Einheimischen bewohnt. Dieses Volk hat die Natur bis auf die Knochen ausgebeutet. Bis es abgekratzt ist.

Da müssen wohl die erneubaren Energien ran. Windkraft ist gut und "schön", ist aber sehr wetterabhängig und lässt sich so nicht wirklich voll nutzen. Mit der Sonne ist das auch so ein Problem. In unseren Breiten wird sie überwiegend von den Wolken bedeckt. Außerdem ist der Wirkungsgrad bei ca. 20% viel zu niedrig um die heutigen Elektrogeräte langfristig versorgen zu können. Dazu gab es in einer Sendung vom Computerclub 2 eine netten Beitrag.

Download des CC2-Videos (~210Mbyte)

MfG
MSE29

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Peak Oil, Peak Gas, Pak Uran.... 11 Nov 2007 22:37 #146529

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Hallo Andreas,

Danke für dieses Aufschlussreiche Posting.

Ich wundere mich sowieso, warum alle anscheinend mit riesigen Scheuklappen durch die Gegend laufen. Die Spritpreise sind allein in der letzten Woche drei- oder vier mal (!!) angehoben worden, aber außer dem üblichem Gemeckere von betroffenen Autofahrern in den Nachrichten wird über mögliche Hintergründe und die tiefere Bedeutung kaum berichtet. Dabei ist doch mehr als klar, dass das so weiter gehen wird. stärker noch: sollte es einen wirklich strengen Winter geben, könnte es mit den Preisen noch viel stärker rauf gehen als bisher!

Deswegen habe ich auch überhaupt kein Problem damit, sollte sich der "Hausgemachte Klimawandel" als Riesenschwindel erweisen. Die Menschheit hängt immer noch am (versiegenden) Ölhahn, und braucht dringender denn je enorme Investitionen, um eine Dauerhafte Energieversorgung auch in Zukunft zu vernünftigen Preisen gewährleisten zu können. Davon hängt nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung der Industrieländer, sondern auch die innere Stabilität ganzer Gesellschaften ab.

Wenn ein "Klimahype", ob nun begründet oder nicht, diese längst überfällige Entwicklung "anschieben", also beschleunigen kann, kann uns das nur recht sein.

Gruß aus Augustin

Constantin

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Peak Oil, Peak Gas, Pak Uran.... 12 Nov 2007 07:38 #146536

  • fabile
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....besonderst dicht! Da haben wir über Jahrzehnte Milliarden in Bunker gesteckt, in Angst vor dem bösen Kommunisten aus dem Osten. Wenn der Verteilkampf um die Energie losgeht, werden die globalen Verwerfungen viel höher sein.

Gerade unsere Rechtsbürgerlichen sind in den 60er Jahren steckengeblieben, wo wie die Linken, die haben sich seit 68 nicht mehr bewegt. So werden wir von einer Exekutive regiert, die mit den Problemen, die da anstehen völlig mental überfordert sind.

Denn wieso sollen wir noch ein AKW hinstellen (man kann dazu stehen wie man will) wenn wir jetzt schon von Uranreserven leben ?

Würde man die Milliarden, die man mit Subventionen im Giesskannenprinzip wie Jauche über das Land aussprüht, darauf verwenden, unsere Gesellschaft auf Effizienz zu trimmen, dann würde auch das Wirtschaftswachtum stimmen und Arbeitslosigkeit wäre ein Fremdwort. Und wie man technologieche Führerschaft erreicht, haben die Deutschen mit der Windenergie gezeigt.

Wir sind halt etws langsam, wohl zu langsam für die anstehenen Probleme und Zeithorizonte.

Gruss Andreas

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Peak Oil, Peak Gas, Pak Uran.... 13 Nov 2007 21:33 #146602

  • MSE29
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Wenn man so cool ist wie die saudischen Scheichs und cool rechnet 8)
Die Angaben sind aber offensichtlich übertrieben.

"Doch die saudi-arabische Fördergesellschaft Saudi Aramco teilt die Befürchtung nicht: Der Ölvorrat der Erde reiche noch sehr, sehr lang - eine äußerst exklusive Meinung.
Das Erdöl, so erklärte Abdallah S. Jum'ah, Präsident der Öl-Fördergesellschaft am Dienstag, werde noch über viele Jahrzehnte einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung mit Energie leisten. Es seien Ressourcen und förderbare Reserven für 100 bis 200 Jahre vorhanden. "Die Welt muss sich für lange Zeit nicht um das Ende des Öls sorgen", sagte Jum'ah auf dem Weltenergiekongress in Rom. Nicht einmal der "Peak Oil", der Zenith der Ölförderung, sei erreicht.
Jum'ah, Chef der weltgrößten Öl-Fördergesellschaft, rechnete den rund 4000 Delegierten in Rom dagegen etwas anderes vor: Nach seinen Erkenntnissen gibt es noch sechs bis acht Billionen Barrel konventionelles Öl. Das entspricht etwa 800 bis 1100 Gigatonnen. Hinzu kämen sieben bis acht Billionen Barrel nicht-konventionelles Öl, etwa in Ölsänden und -schiefer.
Die äußerst optimistischen Angaben der von Saudi Aramco widersprechen allen Zahlen, mit denen Erdölexperten ansonsten rechnen - und die übrigens auch auf bisherigen Angaben Saudi Arabiens gegenüber der Opec basieren. Mancher Fachmann bezweifelt sogar, ob Saudi-Arabien nicht schon bei diesen Angaben schummelt, die es offiziell als Reserven und Ressourcen nennt. Die Angaben könnten, so argwöhnt mancher, übertrieben sein, um möglichst gut dazustehen."

Quelle

MfG
MSE29

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Peak Oil, Peak Gas, Pak Uran.... 13 Nov 2007 22:02 #146605

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Original von MSE29
Es seien Ressourcen und förderbare Reserven für 100 bis 200 Jahre vorhanden. "Die Welt muss sich für lange Zeit nicht um das Ende des Öls sorgen", sagte Jum'ah auf dem Weltenergiekongress in Rom. Nicht einmal der "Peak Oil", der Zenith der Ölförderung, sei erreicht.


Dem Fall es wäre so, ist es eine Schande selbst so etwas in die Welt zu setzten. Mit vernünftigem Umgang sollte das Öl 1000-2000 Jahre halten. Das geben die Reserven ganz locker her - nur unser Umgang nicht. Und was sind selbst 1-2tausend Jahre in Bezug auf das Alter der Erde,auf die Entstehungszeit von Erdöl, oder bloß auf das alter der Menschheit? GAR NICHTS!

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