Gestern hatte ich die Gelegenheit, den Film "The Oil Crash" anzuschauen. Die Kritiken waren nicht so berauschend, so überlegte ich mir, ob ich mir an antuen sollte.
Wenn am Ende eines Filmes die Leute depressiv im Sessel kleben bleiben, dann kann der Film nicht so schlecht gewesen sein.
Visuell wird man mit schönen Bildern im Video-Clip Stil bombadiert, dazwischen sagen wichtig drein schauende Leute etwas. Man kennt die Machart (z.B. der Klimaschwindel).
Trotzdem drückt der Film gerade das aus, was ich befürchte:
- die fossilen Energien werden knapper (Oil Peak)
- Atom ist keine Lösung
- überhaupt wissen wir (noch) nicht, wo wir die Energien herholen sollen, die wir gewohnt sind
usw. und so fort.
Erschreckend z.B. eine Aussage, dass man davon ausgeht, dass eine "non-fossile" Erde ungefähr 1.5 Miliarden Menschen ernären kann und man bis 2100 ca. 9 Milliarden Menschen auf der Erde erwartet.
Das sind wohl die richtige Zutaten für ein dunkles Jahrhundert des Zerfalls, von Kriegen, Hunger, Leid! Und Lösungen: keine!
Da helfen keine Windräder, da hilft keine Solarpanels, Wärmepumpen ???
Es müsste eine Zusammenfassung der Fakten geben, die darin geschildert werden.
Der Film ist zu empfehlen, wenn er eigentlich höchst deprimierend ist.
Zumindest meine Generation kann hoffen, mit einem blauen Auge davon zu kommen, wenn man halt die Kohle auch verfeuert, die man eigentlich nicht verfeuern möchte, aber die es in genügender Menge gibt. Die Klimageschichte ist da eine ganz andere Schiene.
Die einzige Lösung (abstrakt) sehe ich, dass man global auf Effizienz setzt und die Vorräte so lange streckt, bis man Alternativen gefunden hat. Zeitgleich müsste man auf eine radikale Geburtenkontrolle setzen.
Alles schöne Träume, man braucht mindestens 10 Jahre, wenn man das Steuer radikal umschwenken möchte, die Zeit, haben wir laut Flim nicht mehr. Schöne Aussichten.
Gruss Andreas
Gruss Andreas