Hallo zusammen
Ich habe anhand von Monats-und Tagesmitteln 1961 - 2006 der Station Basel-Binningen untersucht, ob eine Beziehung zwischern erster Dezemberhälfte und dem Rest des Winters besteht. Es haben sich folgende 2 "Regeln" herauskristalliert:
1. Es folgt ein zu kalter Restwinter, wenn
die 1. Dezemberhälfte eine negativie Anomalie aufweist, die sich in der 2. Hälfte des Monats fortsetzt oder höchstens durch eine schwach positive Abweichung bis max. 0.5 K abgelöst wird,
die 1. Dezemberhälfte zunächst zu warm ausfällt und in der 2. Hälfte eine deutliche Umkehr zu negativer Anomalie stattfindet.
2. Hingegen folgt ein zu warmer Restwinter, wenn
die 1. Dezemberhälfte eine positive Anomalie aufweist, die sich in der 1. Hälfte des Monats fortsetzt oder höchstens durch eine schwach negative Abweichung bis max. 0.5 K abgelöst wird,
die 1. Dezemberhälfte zunächst zu kalt ausfällt und in der 2. Hälfte eine deutliche Umkehr zu positiver Anomalie stattfindet.
In den 46 Jahren von 1961 bis 2006 gab es im Falle von Basel-Binningen 19 zu kalte und 27 zu warme Winter.
Die obige Regel 1 traf bei 14 von 19 zu kalten Restwintern, oder in 74 % der Fälle ein.
Die Regel 2 hat noch mehr Treffsicherheit. Sie konnte auf 22 von 27 zu warmen Restwintern oder in 82 % der Fälle angewendet werden.
Ich denke, dass die 1. Dezemberhälfte somit doch einige Aussagekraft für den Rest des Winters hat. Unbedingt zu berücksichtigen ist aber auch, in welche Richtung die Temps in der 2. Monatshälfte gehen.