Der Jahresrückblick 2025 von Schwörstadt:
Laut Meteo Schweiz gehört 2025 in der Schweiz zu den 4 wärmsten Jahren seit Messbeginn vor über 150 Jahren. In unserer Region erreicht 2025 jedoch nicht einmal die Top15. Trotz einem für die Vegetation sehr vorteilhaften Defizit von 8 Sommertagen (ab 25°C) und 5 Hitzetagen (ab 30°C) fiel das Witterungsjahr 2025 gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 0,3°C zu warm aus. Hierfür waren hauptsächlich das Fehlen von 7 Frosttagen und 9 Eistagen (Dauerfrost) verantwortlich. Sowieso fand der Winter ohne Eistage mit nur 3 Schneefalltagen und nur einem Tag mit Schneedecke (2 cm am 02.01.) wieder einmal nur auf dem Kalender statt. Die Sonne zeigte sich an 1.946 Stunden im langjährigen Mittel und beim Niederschlag fehlten über das Jahr hinweg nur 14,5 l/m².
Der Januar war der drittsonnigste Januar seit Messbeginn:
Mit Tief „Bernd“ das zu Jahrebeginn mit ergiebigem Regen, etwas Schneefall und gefrierendem Regen nach nur 9 Tagen den normalen Januarniederschlag übertraf und dem Hoch „Beate“, das vom 10. bis zum 21. Januar mit viel Sonnenschein 12 niederschlagsfreie Tage in Folge brachte prägten hauptsächlich 2 Protagonisten das Wetter zum Jahresbeginn. Nachdem die ersten beiden Januardekaden noch 1,3°C zu kalt ausfielen, gab es nach der 3. milden Dekade noch eine positive Temperaturabweichung von 0,3°C. Trotz einem Sonnenscheinüberschuss von 37,5 Std. (der drittsonnigste Januar seit Messbeginn 1997) gab es einen Niederschlagsüberschuss von 46,5 l/m².
Der Februar hatte 2 leicht zu kühle Dekaden und eine letzte frühlingshaft temperierte Dekade:
Nach 2 leicht zu kühlen und einer frühlingshaft milden letzten Dekade zeigte sich der 19,8 l/m² zu niederschlagsarme und 20,5 Std. zu sonnenscheinarme Februar 0,6°C zu warm.
Der erste Frühlingsmonat war der vierttrockenste März seit Messbeginn 1966:
Im Gegensatz zum Vorjahresmärz (50 Std. zu sonnenscheinarm und über 25 l/m² zu niederschlagsreich) war der diesjährige 1°C zu warme erste Frühlingsmonat zu sonnenscheinreich und deutlich zu trocken. In dem 12,5 Stunden zu sonnenscheinreichen März fiel mit 25 l/m² nicht einmal 1/3 des langjährigen Märzniederschlages. Somit war es der vierttrockenste März seit Messbeginn 1966.
Auch der April war viel zu trocken:
Nach Februar und März ist der 1,2°C zu warme, 20 Stunden zu sonnenscheinreiche und 37,7 l/m² zu trockene April der dritte Monat in Folge, der deutlich zu trocken ausgefallen ist. Während die erste Aprilhalbzeit von anhaltender Trockenheit geprägt war, gab es in der zweiten Aprilhälfte häufiger Regen. So fiel am 25. mit 20,2 l/m² über ein Drittel des gesamten Monatsniederschlages. Somit setzte sich die ungewöhnliche Frühjahrstrockenheit unvermindert fort.
Der letzte Frühlingsmonat war der 4. zu trockene Monat in Folge und der erste zu kühle Monat des Jahres.
Ist der Mai kühl und nass, füllts dem Bauer Scheun und Fass, ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken. Hoffen wir, dass die Bauern im 0,3°C zu kühlen, 8 Std. zu sonnenscheinarmen und eines trotz 47,4 l/m² zu trockenen Mai eine gute Ernte bekommen.
Der Juni war nach dem Rekord-Hitzejuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn:
Nach 4 zu niederschlagsarmen Monaten in Folge war der Juni wieder einmal zu niederschlagsreich. Auf eine durchschnittlich temperierte und sehr niederschlagsreiche erste Junihalbzeit folgte eine sehr trockene zweite Hitzehälfte. Im Gegensatz zum 0,4°C zu kühlen Juni 2024 zeigte sich der erste Sommermonat 2025 mit 2 Hitzewellen 2,2°C zu warm und war somit nach dem Jahrhundert-Sommerjuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1966. Laut Meteo Schweiz war es in der Schweiz der zweitwärmste Juni seit Messbeginn 1864. Im 14 Std. zu sonnenscheinreichen Juni fiel mit 113 l/m² 108% des normalen Juniniederschlages, wobei 97% des Monatsniederschlages innerhalb der ersten 8 Junitage fiel.
Der kälteste Juli der letzten 4 Jahre:
Mit nur 15 Sommertagen (ab 25°C, Norm 19,9 Tage) und nur 2 Hitzetagen (ab 30°C, Norm 9,3 Tage) war der 10,3 l/m² zu niederschlagsreiche und 56 Std. zu sonnenscheinarme mittlere Schwörstädter Sommermonat mit einem Temperaturdefizit von 1,1°C der kälteste Juli der letzten 4 Jahre.
Der niederschlagsreichste letzte meteorologische Sommermonat der letzten 11 Jahre:
Eine Hitzewelle mit 9 Hitzetagen in Folge (ab 30°C) führte Mitte August nochmals zu einer Wärmebelastung, ehe in der letzten Dekade frische Nächte für eine Abkühlung sorgten. Mit 144,8 l/m² (Norm 102,7 l/m²) war der August der niederschlagsreichste August der letzten 11 Jahre. So zeigte sich der letzte meteorologische Sommermonat 0,3°C zu warm und 10 Stunden zu sonnenscheinreich.
Der September zeigte sich mit hochsommerlicher Wärme und herbstlicher Kälte
Der September brachte große meteorologische Gegensätze: stiegen die Temperaturen kurz vor dem kalendarischen Herbstbeginn in den hochsommerlichen Bereich, stürzten die Tagestemperaturen pünktlich zum Start in den Herbst um 15°C ab. Der 0,3°C zu kühle und 40,5 Std. zu sonnenscheinarme erste Herbstmonat war mit einem Niederschlagsüberschuss von 50,7 l/m² der 4. zu nasse Monat in Folge.
Drei total unterschiedliche Dekaden bestimmten den Wetterfahrplan im Oktober
Den Schwörstädter Oktober-Wetterfahrplan bestimmte eine wechselhafte erste Dekade, eine hochdruckbestimmte sonnenscheinreiche zweite Dekade und eine tiefdruckbestimmte niederschlagsreiche letzte Dekade. Wer sich über einen höheren Verbrauch der Heizungsenergie gegenüber dem Oktober letztes Jahr wunderte: der diesjährige Oktober war rund 1,9°C kühler. Mit einem Temperaturdefizit von 0,5°C war der Oktober 28,6 l/m² zu nass und 7 Std. zu sonnenscheinarm.
Der verlängerte Goldene Oktober und der Martinisommer brachten viel Sonnenschein
Der gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 0,7°C zu kühle letzte meteorologische Herbstmonat brachte einen Niederschlagsüberschuss von 20 l/m². Durch den Goldenen Oktober, der sich bis in die erste Novemberdekade
Der Dezember verlief hochdruckbestimmt außergewöhnlich sonnig
Unter einer Hochdruckdominanz verlief der 0,6°C zu warme Dezember sehr trocken und außergewöhnlich sonnig. Mit 48,8 l/m² Regen (ohne jeglichen Schneefall) fiel nur 44% des normalen Dezemberniederschlages und die Sonne schien an 94 Stunden 89% über der Norm von 1991 bis 2020.
Hier die Schwörstädter Wetterbesonderheiten des Witterungsjahres 2025:
01. Januar: mit - 4,2°C der erste Frosttag des Jahres.
02. Januar: erster Schneefall des Jahres brachte eine 2 cm hohe Schneedecke.
04. Januar: mit -7,4°C die bisher tiefste Temperatur des Winters 2024/2025
04./05. Januar: gefrierender Regen sorgte für eisglatte Straßen und Wege.
09. Januar: der durchschnittliche Januarniederschlag wurde bereits übertroffen.
22. Januar: gefrierender Regen sorgte schon zum 2. mal in diesem Monat für eisglatte Straßen und Wege.
Der Januar war mit einem Sonnenscheinüberschuss von 37,5 Std. der drittsonnigste Januar seit Messbeginn 1997.
Nach 7 zu warmen meteorologischen Wintern war der Winter 2024/2025 0,2°C zu kalt. Mit nur 3 Schneefalltagen und nur 3 Tagen mit einer Schneedecke (16,9 Tage unter der Norm) war er was den Schnee betrifft einem Winter nicht würdig.
17. März: die Grünlandtemperatur wurde erreicht.
Mit 25 l/m² fiel im März nicht einmal 1/3 des langjährigen Märzniederschlages, somit war es der vierttrockenste März seit Messbeginn 1966.
29. April: mit 26,4°C der erste Sommertag (ab 25°C) des Jahres.
Der April ist der 3. Monat in Folge der deutlich zu trocken ausgefallen ist.
31. Mai: mit 30,1°C der erste Hitzetag (ab 30°C) des Jahres.
Der Mai war der 4. zu trockene Monat in Folge und der erste zu kühle Monat des Jahres.
15. Juni: mit 106,8 l/m² fiel schon 102% des normalen Juniniederschlages.
Nach 4 zu niederschlagsarmen Monaten in Folge fiel im Juni mit 113 l/m² 108% des normalen Juniniederschlages, wobei 97% des Monatsniederschlages innerhalb der ersten 8 Junitage fiel.
Der 2,2°C zu warme Juni war nach dem Jahrhundert-Sommerjuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1966.
Mit nur 15 Sommertagen (ab 25°C, Norm 19,9 Tage) und nur 2 Hitzetagen (ab 30°C, Norm 9,3 Tage) war der Juli mit einem Temperaturdefizit von 1,1°C der kälteste Juli der letzten 4 Jahre.
Mit 144,8 l/m² (Norm 102,7 l/m²) war der August der niederschlagsreichste August der letzten 11 Jahre.
Der September war mit einem Niederschlagsüberschuss von 50,7 l/m² der 4. zu nasse Monat in Folge.
Die Niederschlagsmenge vom 20. bis zum 30 Oktober übertraf mit 108 l/m² das Niveau des normalen Oktoberniederschlages um 12,2 l/m² und Sturmtief „Joshua“ brachte am 23. Böen um 80 km/h.
13. November: die normale November-Sonnenscheindauer wurde bereits übertroffen.
18. November: mit –1,9°C der erste Frosttag in diesem Herbst.
20 niederschlagsfreie Tage in Folge (vom 12. bis zum 31. Dezember) bedeuten die längste Trockenheit in diesem Jahr.
31. Dezember: mit –8,1°C die tiefste Temperatur des Jahres.
A:Station Schulstrasse
B: Station Ossenberg