Nach einer rekordkalten ersten Junidekade (-3°C) und einer historisch heißen letzten Dekade gab es nach dem Juni 2003 den zweitwärmsten Juni seit Messbeginn 1966. War die erste Junihalbzeit noch 1,9°C zu kalt gab es zum Ende des 52,9 l/m² zu trockenen und 7 Std. zu sonnenscheinreichen Juni ein Temperaturüberschuss von 2,9°C.
Nach den zurückliegenden 7 Hitzetagen startete der erste Sommermonat unter der Regie von Hoch „Cornelius“ mit angenehmen Höchsttemperaturen um 25°C recht freundlich. Im Laufe des 2. Juni stellte sich die Wetterlage mit den Tiefs „Nesrin“ und „Peggy“ in einen kühleren abwechslungsreichen und wechselhaften Wettercharakter um. Vor dem Hintergrund der aktuellen Trockenheit waren die Niederschläge jedoch hochwillkommen. So hatten wir an Fronleichnam 4. Juni pünktlich zum Start in die Schafskälte frische Nachmittagstemperaturen zwischen 13 bis 14°C. Nachdem am 8. die Temperatur nochmals auf sommerliche 26,9°C anstieg brachte am Nachmittag das erste Sommergewitter 13,6 l/m² Regen. Passend zur Schafskälte leitete dieses Gewitter bis zum 13. Juni einen kühleren und wechselhaften Wetterabschnitt ein, so lag die Temperatur am 10. um 14:30 Uhr bei frischen 11,2°C. Wenn die Blätter nicht so grün wären, könnte man meinen man befinde sich mitten im Herbst. Hoch „Falk“ stellte dann am 13. die Weichen auf Hochsommer. Somit war die erste Junihalbzeit 1,9°C zu kalt, mit 46,4 l/m² fiel 44% des normalen Juniniederschlages und die Sonne schien an 101 Std. 40% des Solls. Trotz Wolkenfeldern startete die 2. Junihälfte am 16. mit einer Höchsttemperatur von 28,7°C. Mit 31,0°C gab es am 17. unter dem Zepter von Hoch „Gorgias“ den ersten Hitzetag (ab 30°C) des Monats. Mit der einfließenden heißen Subtropikluft startete wegen der Dauer und des sehr frühen Zeitpunktes im Sommer an diesem 17. Juni aus historischer Sicht eine bemerkenswerte Hitzewelle. Ursache dieser Wetterlage war eine Hitzeglocke („Heat Dome“) über Mittel- und Westeuropa. Solche Hitzeglocken sind häufig für außergewöhnlich hohe Temperaturen und Temperaturrekorde verantwortlich. Nur 48 Std. nachdem es am 25. mit 38,2°C einen neuen Junirekord gab, wurde dieser am 27. mit 39,0°C sogleich wieder übertroffen. Mit einer Tiefsttemperatur von 21,2°C hatten wir am 28. die erste Tropennacht des Jahres und auch die Folgenacht war eine Tropennacht, das ist ein neuer Rekord. Ein gewittriger Schauer brachte am 29. 5,2 l/m² des dringend benötigten Regens. Vom 17. Juni bis zum Monatsende war jeder Tag ein Hitzetag. 14 Hitzetage in Folge gab es noch nie in einem Juni seit Messbeginn 1966.
A: Station Schulstrasse
B: Station Ossenberg