Heftige Gewitter über der Zentralschweiz
Keller und Tiefgaragen überschwemmt
Heftige Gewitterregen haben in der Nacht auf Freitag in der Zentralschweiz Keller und Strassen überflutet. Menschen wurden nicht verletzt. Im Bündnerland musste nach einem Erdrutsch ein Ferienlager evakuiert werden. Eine vom Blitz geblendete Autofahrerin verursachte einen Stromausfall. Ein Blitz zerstörte ein Haus.
(ap) Über dem Kanton Schwyz ist am Donnerstagabend ein heftiges Gewitter niedergegangen. Zahlreiche Keller und Tiefgaragen wurden überschwemmt. Am stärksten betroffen waren die Gemeinden Tuggen, Arth und Goldau. Bei der Einsatzzentrale der Schwyzer Kantonspolizei gingen über 150 Telefonanrufe ein, wie die Polizei mitteilt. In neun Gemeinden des Kantons mussten die Feuerwehren aufgeboten werden. Allein die Feuerwehr von Tuggen musste über zwei Dutzend überschwemmte Keller und Tiefgaragen auspumpen.
Scheune abgebrannt
Im Kanton Luzern standen 30 Feuerwehrleute im Raum Weggis im Einsatz, um Strassen von Schlamm und Kies zu räumen sowie sieben Keller auszupumpen, wie Vinzenz Graf vom kantonalen Feuerwehrinspektorat sagte. Am Rigi-Hang sei zudem ein abgelegenes Gebäude - eine umgenutzte Scheune - vermutlich nach einem Blitzschlag niedergebrannt. Weniger stark wirkte sich das Gewitter in den anderen Zentralschweizer Kantonen aus.
Ferienlager evakuiert
Im Umbrailgebiet im Kanton Graubünden ging eine Rüfe nieder und brachte mehrere hundert Kubikmeter Schlamm und Geröll ins Tal. Bei Bos-chetta wurden 24 Kinder und die Lagerleitung aus einem Ferienlager vorsorglich evakuiert und in der Truppenunterkunft im alten Schulhaus in Santa Maria untergebracht. Die Evakuierten konnten allerdings bereits am Freitagmorgen wieder ins Lager zurückkehren. Verkehrswege hatte die Rüfe keine verschüttet.
Vom Blitz geblendet verlor eine Autolenkerin im thurgauischen Lommis die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Sie kollidierte mit einem Stromverteilkasten und verursachte laut Polizeimeldung einen lokalen Stromunterbruch.
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